USDA erhöht Prognose für globales Maisangebot


Die US-Maisendbestände bleiben entgegen der Markterwartungen unangetastet. Eine deutliche Aufwärtskorrektur für die chinesische Ernte entlastet die globale Bilanz.

Die weltweite Maisproduktion beziffert das US-Agrarministerium USDA in seinen heute veröffentlichten „World Agricultural Supply and Demand Estimates“ (Wasde) mit 849,1 Mio. t. Zum Vergleich: In seinem November-Bericht hatte das USDA nur 839,7 Mio. t Mais weltweit in Aussicht gestellt.

Die globalen Endbestände setzen die Washingtoner Statistiker dennoch um knapp 0,4 Mio. t enger an als im Novemberbericht mit nun 117,6 Mio. t. Einen Bestandsaufbau verhindern geringere Anfangsvorräte als noch im November geschätzt: Da Argentinien 2011/12 mehr Mais verschiffte als erwartet, hat das USDA seine Prognose für die Anfangsbestände um 1 Mio. t reduziert. Zudem steigt die weltweite Verfütterung von Mais um 7 Mio. t im Vergleich zum Novemberreport an. Hinzu kommt ein Plus bei den Exporten von knapp 1 Mio. t.

Unverändert zum Vormonatsbericht lässt das US-Agrarministerium die Maisbilanz der USA. Marktteilnehmer hatten vor Veröffentlichung der Wasde-Zahlen mit einer Aufwärtskorrektur bei den US-Endbeständen in Folge einer Abwärtskorrektur bei den Exporten nach bislang enttäuschenden Maisverschiffungen gerechnet.

Der Grund für diese deutliche Aufwärtskorrektur bei der globalen Maiserzeugung 2012/13 liegt indes vor allem in China: Die dortige Ernte veranschlagt das US-Landwirtschaftsministerium nun mit 208 (Vormonat: 200) Mio. t. Das USDA folgt damit Vorgaben des chinesischen Statistikamtes, das zuvor seine Prognose für den Maisdrusch angehoben hatte. Erhöht um 1,5 Mio. auf 13,1 Mio. t hat das USDA zudem die Prognose für die kanadische Maisernte, bedingt durch höhere Erträge und eine größere Fläche.

Pessimistischer als noch im November schätzt das USDA die Maisproduktion in Argentinien und der Ukraine ein. Dort sinkt die Prognose um jeweils 0,5 Mio. t auf 27,5 beziehungsweise 20,5 Mio. t.

Für die EU-27 lässt das USDA die Maisproduktion zwar stabil zum Vormonat bei 54,7 Mio. t. Dafür steigt in der Europäischen Union die Verfütterung von Mais um 1,5 Mio. t im Vergleich zum Vormonat.

Die Reaktionen an den Börsen in Paris und Chicago fielen für Mais überschaubar aus: Die Mais-Futuers an der Matif und Chicago Board of Trade gaben direkt nach Veröffentlichung der Zahlen nur leicht nach, während Weizen deutlicher nach unten korrigierte.(pio)
stats