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Die heute veröffentlichte Schätzung des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums fiel im Rahmen der Erwartungen aus. Die US-Sojabohnenernte erreichte im Herbst nach Schätzung der Analysten des USDA wie bereits im November vorhergesagt 75,6 Mio. t (Vorjahr 72,2 Mio. t). Die US-Bestände werden zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres von 7,83 auf 8,72 Mio. t steigen. Wegen des zunehmenden Bedarfes in Asien und Europa liegt die Schätzung aber deutlich unter der Novemberprognose von 9,54 Mio. t. Global werden die Bestände sich nun doch leicht auf 23,4 Mio. t reduzieren.

Auch Sojaschrot dürfte wegen der BSE-Krise in Europa mehr aus den USA exportiert werden, und zwar 6,6 Mio. t, nach zuletzt geschätzten 6,4 Mio. t. Zwar werde die EU mehr Getreide im Futter einsetzen, um damit teures Sojaschrot zu sparen, aber das USDA erwartet dennoch einen Mehrbedarf von 1,3 Mio. t.

Für Südamerika rechnet das amerikanische Landwirtschaftsministerium weiterhin mit einer Rekordernte. Brasilien wird im Frühjahr 2001 unverändert etwa 34,5 Mio. t (Vorjahr 32,5 Mio. t) Sojabohnen ernten, und Argentinien rund 500.000 t mehr als im November erwartet, nämlich 23,5 Mio. t (Vj. 20,7 Mio. t). (UB/Ps)
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