USDA erwartet lebhaften globalen Maismarkt


China wird in den kommenden 10 Jahren deutlich mehr Mais importieren. Das Kräfteverhältnis unter den Exporteuren ändert sich.

Der weltweite Handel mit Mais wird in den kommenden 10 Jahren bis zum Wirtschaftsjahr 2022/23 deutlich zulegen. Das erwartet das US-Agrarministerium USDA in seiner jetzt veröffentlichten Langzeitprognose „Baseline“.

Demnach ziehen die Exporte an von knapp 90 Mio. t im laufenden Wirtschaftsjahr 2012/13 bis auf 138,7 Mio. t in der Saison 2022/23. Die USA, der weltweit größte Anbieter von Mais, wird seine Ausfuhren in dem Zeitraum  von 29,2 Mio. t im laufenden Wirtschaftsjahr bis auf 63,5 Mio. t in der Saison 2022/23 steigern.

Getrieben wird die steigende Nachfrage am Weltmarkt vor allem durch die Nachfrage Chinas. Wird die Volksrepublik in diesem Wirtschaftsjahr laut USDA-Prognosen 2 Mio. t Mais einführen, steigt der Importbedarf in den kommenden 10 Jahren auf bis zu 19,6 Mio. t. In China wachse sowohl die Viehproduktion deutlich, als auch die industrielle Verwendung von Mais. Laut USDA steht die Volksrepublik daher hinter 40 Prozent des Wachstums im weltweiten Maishandel von 2012/13 bis 2022/23, das insgesamt 36 Mio. t oder 27 Prozent umfasst. 

Darüber hinaus wird sich gemäß der Langzeitprognose das Kräfteverhältnis im Maishandel verschieben: So werden die früheren Sowjetstaaten, in erster Linie die Ukraine, zur Nummer 2 im weltweiten Maisexport hinter den USA aufsteigen und Argentinien auf Rang 3 verweisen.

In Argentinien stehe eine restriktive Exportpolitik deutlicherem Wachstum entgegen. In den früheren Sowjetstaaten wirken sich hingegen Investitionen in den Agrarsektor sowie eine offenere Handelspolitik positiv aus. Die Maisexporte Argentiniens steigen nur leicht von heute 18,5 Mio. t auf 19,9 Mio. t 2012/13. In den früheren Sowjetstaaten ziehen die Ausfuhren in dem Zeitraum um gut 7 Mio. t auf knapp 22 Mio. t an. 

In der Importbilanz der Europäischen Union sieht das USDA indes ein wenig Dynamik: Während sich zwischen den Wirtschaftsjahren 2014/15 und 2020/21 ein Rückgang im Importbedarf von heute 6,5 Mio. t auf 6,2 bis 5,8 Mio. t einstellt, ziehen die Importe 2022/23 wieder an auf 6,2 Mio. t.

Das USDA trifft bei seinen „Baseline“-Prognosen eine Reihe von Annahmen: So gehen die Statistiker unter anderem von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 3,3 Prozent, einem tendenziell schwächeren US-Dollar sowie steigendem Wohlstand und Bevölkerungswachstum in den Schwellenländern aus. (pio)
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