USDA gewährt Finanzhilfe für Zellulose-Ethanol


Eine Anlage für die Erzeugung von Ethanol aus Zellulose entsteht in den USA mit staatlicher Unterstützung. Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen. Um Anschub zu leisten, stellt das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA der Fiberight LLC Kreditgarantien für 25 Mio. US-$ zur Verfügung. Das Unternehmen ist 2007 gegründet worden und hat sich auf die Entwicklung von Technologien zur Herstellung von Bioethanol aus Zellulose spezialisiert. Hierfür betreibt Fiberight nach eigenen Angaben Pilotprojekte seit 2008. Die Anlage in Blairstone im US-Bundesstaat Iowa soll ab 2013 die kommerzielle Erzeugung starten. Das USDA spricht davon, dass eine Kapazität von 14 Mio. Liter angestrebt wird. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Mais-Ethanolanlage in den USA erzeugt jährlich etwa 250 Mio. Liter Ethanol.

Auf die Erzeugung von Ethanol aus Zellulose setzt die US-Regierung große Hoffnungen. Denn er beansprucht keine Agrarflächen, auf denen Nahrungs- oder Futtermittel angebaut werden. In zehn Jahren soll dieser Biokraftstoff der 2. Generation in großem Stil erzeugt werden und erheblich dazu beitragen, die Biokraftstoffquote der USA zu erfüllen. Für das laufende Jahr sind die Erwartungen gering. Lediglich 0,006 Prozent des US-Kraftstoffverbrauchs oder rund 33 Mio. Liter sollen 2012 nach den Vorstellungen der Umweltbehörde EPA Zellulose-Ethanol sein. Die Vorgabe ist jedoch nicht bindend. (db)
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