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Die Maisbilanz der USA wird vermutlich enger, weil die Anbauflächen kleiner sind als bisher in den offiziellen Schätzungen ausgewiesen. Das Landwirtschaftsministerium USDA erwartet für US-Mais jetzt eine Erzeugung 2008 von rund 306 Mio. t. Das sind etwa 4 Mio. t weniger als im offiziellen Bericht vom 10. Oktober. Das Ministerium weist allerdings darauf hin, dass es sich selbst nach dieser Korrektur immer um die zweitgrößte Maisernte handelt, die in den USA jemals eingebracht worden ist. Wegen der kleineren Erzeugung ergeben sich jedoch Korrekturen für die Exporte und die Endbestände.

Das USDA rechnet jetzt mit US-Maisexporten 2008/09 von weniger als 50 Mio. t, die damit im langjährigen Vergleich klein ausfallen. Die Endbestände in den USA fallen unter 28 Mio. t und damit ebenfalls auf ein sehr niedriges Niveau. Denn die hohen Ernten verbleiben zunehmend in den USA. Mehr als 100 Mio. t Mais werden zu Ethanol verarbeitet. Das entspricht etwa einem Drittel der Erntemenge. Dieser Verbrauch stabilisiert auch die Erzeugerpreise für US-Mais, die das USDA für 2008/09 jetzt in einer Spanne von 167 bis 207 US-$/t erwartet. Umgerechnet mit dem aktuellen Dollarkurs sind das 133 bis 165 €/t. In früheren Jahren hatte der Maispreis in den USA meist deutlich unter dem EU-Niveau gelegen. Für die US-Maisanbauer ist deswegen das Wohlergehen der Bioethanolbranche wichtig. Diese ist allerdings im Zuge der Finanzkrise unter wirtschaftlichen Druck geraten. (db)

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