USDA setzt Rotstift bei Weizenernte an


Die Statistiker in Washington schätzen die internationale Weizenversorgung etwas knapper ein. Sie erwarten weitere Produktionsrückgänge in der Schwarzmeerregion.

Die globale Weizenernte wird 2012/13 voraussichtlich 665 Mio. t erreichen. Damit hat das US-Agrarministerium USDA eine Abwärtskorrektur um fast 7 Mio. t gegenüber der Vormonatsprognose vorgenommen, wie aus dem am heutigen Mittwoch veröffentlichten Wasde-Bericht hervorgeht.

Das Ministerium liegt damit auf einer Höhe mit dem Internationalen Getreiderat (IGC) in London, der Anfang des Monats sein neues Zahlenwerk veröffentlicht hat.

Russland solle auf Grund sich weiter abzeichnender Ertragseinbußen nur noch 49 Mio. t Weizen einfahren und damit 4 Mio. t weniger als im Juni-Wasde. Private Analysten halten dagegen eine Abwärtskorrektur auf bis zu 46 Mio. t für möglich. Nur 12 statt der vorher in Aussicht gestellten 16 Mio. t soll Russland exportieren können. Für Kasachstan senkt das USDA die Erwartungen an die Weizenernte um 2 Mio. auf 13 Mio. t.

Positiver beurteilt Washington die Aussichten für die EU-27, die nun 133 (Vormonat: 131) Mio. t Weizen dreschen soll. Höhere Erwartungen für Deutschland, Frankreich und Ungarn gleichen Ertragsrückgänge in Polen aus.

Etwas höhere Anfangsbestände von 197,2 (195,6) Mio.t und eine weltweit geringere Verfütterung von Weizen entlasten die Versorgungsbilanz 2012/13. Das Verhältnis von Beständen zum Verbrauch setzt das Ministerium bei 26,7 Prozent an und damit um 0,3 Prozentpunkte enger als im Vormonat. Die Endbestände in dieser Saison beziffert das USDA auf 182,4 Mio. t. (pio)
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