Schweinekrankheit

USDA verstärkt Tierkontrolle


Das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA hat vor Ostern Maßnahmen angekündigt, um die weitere Ausbreitung der Durchfallerkrankung PEDV zu verhindern. Zusammen mit den Verbänden der Tierhalter und Verarbeiter sind Testprotokolle etabliert worden, um die Übertragung des Virus nachvollziehen zu können. Verstärkte Kontrollen und Aufzeichnungen sind etwa bei Fahrzeugen vorgesehen, die Tiere oder Futtermittel transportieren.

Außerdem stellt das USDA vergünstigte Agrarkredite in Aussicht, um Schweinehaltern, die hohe Tierverluste erlitten haben, beim Wiederaufbau der Bestände zu helfen. Schließlich arbeitet die Veterinärforschung in den USA an Impfstoffen und soll dafür verstärkte finanzielle Mittel erhalten, kündigt das USDA an.

Die anhaltenden Krankheitsfälle halten die Schweinenotierungen in den USA auf hohem Niveau. An der Börse in Chicago werden für Schlachtschweine (lean hogs) zurzeit umgerechnet etwa 2,00 €/kg Schlachtgewicht aufgerufen. Zu Jahresbeginn hatte der Chicago-Preis umgerechnet etwa bei 1,60 €/kg gelegen.

Grund ist die knappere Versorgung am US-Markt. Wegen der PEDV schätzt das USDA, dass 2014 rund 450.000 t Schweinefleisch weniger erzeugt werden als bisher erwartet. Der Rückgang entspricht gut 4 Prozent der US-Produktion. (db)
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