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Um die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Erzeugung von Ölsaaten und Eiweißpflanzen gegenüber dem Anbau von Sojabohnen in den USA zu fördern, soll der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen auf Stilllegungsflächen erhalten bleiben und die Flächenprämie für Eiweißpflanzen erhöht werden. Diese Position hat die Union zur Förderung von Oel- und Eiweißpflanzen (Ufop) gegenüber EU-Agrarkommissar Franz Fischler zur geplanten EU-Agrarreform formuliert. Die Ufop setzt sich dafür ein, dass sowohl die konjunkturelle als auch die freiwillige Flächenstilllegung beibehalten werden soll. Auf diesen Flächen wünscht die Ufop, dass nachwachsende Rohstoffe mit verringerten behördlichen Auflagen und ohne Limit für die anfallenden Futtermittel angebaut werden dürfen. Die Ufop argumentiert, dass dieser Anbau von der Gesellschaft im Gegensatz zum "Nichts-Tun" akzeptiert werde und außerdem einen Beitrag zum Klimaschutz leiste.

Für die Eiweißpflanzen fordert die Ufop eine Flächenprämie von mindestens 100 Euro/ha (die EU-Kommission hat 55,57 Euro/ha vorschlagen) ohne Flächenbeschränkung. Hier sieht die Ufop Bedarf, um die Importabhängigkeit der EU bei pflanzlichem Eiweiß zu vermindern. (ED)
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