Ufop fordert uneingeschränkten Ölsaatenanbau auf Stilllegungsflächen

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Bei den WTO-Verhandlungen ist dem Thema Ölsaaten Priorität einzuräumen. Dafür hat sich der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (Ufop), Dr. Klaus Kliem, in einem Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke ausgesprochen. Wie der Verein mitteilt, habe sich das 1992 abgeschlossene Blair-House-Abkommen für Ölsaaten überholt, da die weltweite Nachfrage nach Speiseölen und Ölen für technische Anwendungen gestiegen sei. Mit der Agenda 2000 seien die vom Gatt gesetzten Rechtsgrundlagen für durch das Abkommen auferlegte enge EU-Produktionsgrenzen entfallen. Konsequenterweise werde die Europäische Union die Garantieflächenregelung für die Nahrungsmittelölsaaten ab 2002 nicht mehr anwenden.
Kliem forderte nachdrücklich, die Grenze von 1 Mio. t Sojaschrotäquivalent für den Anbau von Ölsaaten auf Stilllegungsflächen ebenfalls unverzüglich abzuschaffen. Rapsöl könne sowohl in From von Biodiesel, teilweise auch unverestert, als alternativer Motorenreibstoff eingestzt werden. Die Opec-Preise für Mineralöl seien stark angestiegen. Die Endlichkeit dieser Ressource werde immer deutlicher. Demgegenüber könne Rapsöl einen bedeutenden Beitrag zur Ressourcenschonung leisten, erläutert die Ufop weiter. (ED)
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