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Die in der Ukraine eingeführten neuen Vorschriften für den Außenhandel mit Getreide behindern die Importe dieses Produkts. Darauf wies die nationale Unternehmervereinigung der Agrar- und Ernährungswirtschaft in einer in Kiew veröffentlichten Erklärung hin. Gemäß einem vom Staatspräsidenten Leonid Kutschma Ende Juni 2000 erlassenen Dekrets "Über dringliche Maßnahmen zur Stimulierung der Produktion und Entwicklung des Marktes von Getreide" dürfen Lieferungen von Getreide ins Ausland nunmehr lediglich bei Vorlage eines an der Warenbörse registrierten Vertrags erfolgen. Die ukrainischen Exporteure schließen aber die meisten Kaufverträge nicht an den Warenbörsen ab, unter anderem um die relativ hohen Gebühren zu umgehen. Infolge der neuen Vorschriften könnte das Land in diesem Jahr seine Positionen am Weltmarkt von Getreide verlieren, heißt es in der Erklärung. Im vergangenen Jahr wurden aus der Ukraine nach Angaben der Vereinigung mehr als 6 Mio. t Getreide ausgeführt. (pom)
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