Ukraine: Importgrenzen für tierische Produkte in der Diskussion

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Der Vorschlag der ukrainischen Regierung, die Höchstgrenzen für die Importe landwirtschaftlicher Erzeugnisse tierischer Herkunft abzuschaffen, stieß auf Bedenken seitens des parlamentarischen Agrarausschusses in Kiew. Nun soll die entsprechende Gesetzeskorrektur während der Herbstsitzung des Obersten Rates diskutiert werden. Die Ausschussmitglieder befürchten, dass die unlimitierten Einfuhren die heimische Agrarproduktion beeinträchtigen würden, teilte der Parlamentspressedienst mit. Gemäß dem geltenden Gesetz "Über staatliche Regulierung von Importen landwirtschaftlicher Erzeugnisse" dürfen die Einfuhren von lebenden Rindern, Schweinen und Geflügel sowie von Rind-, Schweine-, Lamm- und Geflügelfleisch höchstens um 10 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr gesteigert werden. Das Ministerkabinett begründete seinen Standpunkt damit, dass derartige Einschränkung ohne praktische Bedeutung sei. So fielen im vergangenen Jahr die Importzunahmen bei einzelnen Produkten dieser Warengruppe nach Angaben des nationalen Landwirtschaftsministeriums im Vergleich zu 1998 lediglich zwischen 0,13 und 2,25 Prozent aus. (pom)
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