Ukraine beschwört komfortable Getreidebilanz


Die Regierung in Kiew sieht Stand heute keine Notwendigkeit für Exportbeschränkungen. Sie verweist auf andere Möglichkeiten zur Stabilisierung der Preise.

Agrarminister Nikolai Prisjaschnjuk sieht die Versorgung mit Getreide am Binnenmarkt gesichert. „Stand heute bestehen keine Bedingungen dafür, die Exporte zu begrenzen“, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform den Ressortchef am heutigen Dienstag.

Die pessimistischen Schätzungen gingen von einer Ernte von 45 bis 46 Mio. t Getreide aus, so Prisjaschnjuk weiter, gemeinsam mit den Überhangbeständen umfasse die Getreidebilanz nach seinen Worten 58 Mio. t.

Die staatliche Getreidereserve sei gut genug gefüllt, um die Nahrungsmittelpreise in Schach zu halten. Der Stand der Vorräte würde aktuell Regulierungen der Preise ermöglichen, zitiert Ukrinform den Agrarminister.

Bis Ende Juli sind rund 94 Prozent der Getreideflächen auf den frühen Standorten geerntet, wie das Agrarministerium in Kiew am heutigen Dienstag weiter bekannt gab. Insgesamt 22,7 Mio. t Getreide seien gedroschen worden, darunter 14,6 Mio. t Weizen. Damit fällt die Weizenernte aktuell rund 5,4 Mio. t kleiner aus als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr, wie offizielle Stellen weiter berichten. (pio)
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