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Die ukrainischen Exporte von Sonnenblumenöl sind weitgehend zum Erliegen gekommen, auch wenn der ukrainische Präsident die Exportquoten aufgehoben hat. Grund sind die festgestellten Verunreinigungen in der Exportware. Die EU fordert von der Ukraine verbesserte Sicherheitskontrollen, um Verunreinigungen zukünftig zu vermeiden, denn etwa 50 Prozent des Sonnenblumenexports geht in die EU. Marktteilnehmer berichten, dass die kürzlich bekanntgewordenen Verunreinigungen von Sonnenblumenöl durch Mineralöl auf unzureichende Maßnahmen während des Transports und während der Lagerung in den Häfen zurückzuführen sei. Auch Sabotage wird nicht ausgeschlossen. Von den künftig höheren Qualitätsanforderungen werden vor allem die Marktführer profitieren, da kleinere Produzenten und Händler sich damit schwer tun werden, befürchten Marktbeobachter. Wann die Exporte wieder aufgenommen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Die Preise für Sonnenblumenöl sind stabil, es wird mit knapp unter 1.800 US-$/t gehandelt. (ED)
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