Von brütender Hitze wie in Russland bleibt die Ukraine verschont. Deswegen teilt der ukrainische Agrarverband nicht die pessimistischen Mengenprognosen. Die Sorgen um die Qualitäten nehmen jedoch zu. Seit Wochen wird in der Ukraine der Mähdrusch durch Regen unterbrochen. Deswegen bezweifelt der Agrarverband UAC die jüngste Regierungsprognose aus Kiew, nach der die Getreideernte 2010 auf 42 Mio. t fallen soll.

Der UAC hält seine Schätzung von 44,5 Mio. t dagegen. Vor allem die diesjährige Maisernte wird nach Einschätzung des Verbandes das Ergebnis nach oben bringen, denn die Feldbestände profitieren vom feuchten Wetter. Der UAC rechnet mit 14 Mio. t Mais. Die bisherigen Prognosen waren mit 13 Mio. t Mais schon recht optimistisch, nachdem in den beiden Vorjahren um die 11 Mio. t gedroschen worden waren.

Für de laufende Gersten- und Weizenernte ist das regnerische Wetter dagegen ungünstig. Es behindert nicht nur den Drusch, sondern fördert nach Beobachtung des UAC auch Auswuchs an den Gersten- und Weizenkörnern. Deswegen fallen möglicherweise die Getreidequalitäten ab. Ein höherer Anteil gekeimter Körner könnte das Exportvolumen der Ukraine beeinträchtigen, meint der Verband. (db)
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