Ukraine erwartet weniger Raps

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Einen Rückgang der ukrainischen Rapsernte 2009 gegenüber dem Vorjahresergebnis um 30 Prozent erwartet die US-Botschaft in Kiew. Damit dürften die Exporte in die EU schrumpfen. Dennoch schätzt die US-Botschaft, dass auch im Wirtschaftsjahr 2009/10 die Ukraine wichtiges Rapsexportland bleiben wird. Die Amerikaner gehen von möglichen Lieferungen in die EU 2009/10 von 1,5 Mio. t aus. In der laufenden Saison könnten sich die ukrainischen Rapsexporte in die EU nach US-Einschätzung sogar auf 2,2 Mio. t summieren. Der Branchendienst Oil World rechnet damit, dass die EU 2008/09 insgesamt 3,1 Mio. t Raps importieren wird.

Als Grund für den etwas nachlassenden Angebotsdruck aus der Ukraine nennt die US-Botschaft, dass dort die mit Winterraps bestellte Fläche zur Ernte 2009 weitaus kleiner als im Vorjahr ausfällt. Ein Teil könnte mit Sommerraps kompensiert werden, der jedoch geringere Erträge bringt. Außerdem werden sich die Rekorderträge des Vorjahres kaum wiederholen lassen. Die US-Botschaft weist in ihrer ersten Schätzung für die ukrainische Rapsernte 2009 etwa 2,0 Mio. t aus. Im Vorjahr war eine Rekordmenge von fast 2,9 Mio. t gedroschen worden. (db)

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