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Zwar wird in der Ukraine inzwischen auch GV-Soja in beschränktem Maße angebaut. Allerdings bauen die Erzeuger dieses Produktes überwiegend konventionelle heimische Sorten an, mit denen sie künftig gewisse Segmente am europäischen Sojamarkt gewinnen könnten. Zu diesem Schluss kamen Experten während eines von der Gesellschaft "Ukrainische Soja" in Kiew veranstalteten Fachseminars, berichtet der Kiewer Informationsdienst AgriUkraine. Denen zufolge stoße die Verbreitung von Soja im Lande vor allem auf "psychologische Grenzen", da diese dort keine traditionelle Kultur sei. Dennoch verfüge das Land über sämtliche notwendigen Voraussetzungen für deren Anbau, der auch von Jahr zu Jahr zunehme. So beliefen sich die diesjährigen Anbauflächen auf mehr als 108.000 ha gegenüber 82.000 ha in der Saison 2001. Auch die durchschnittlichen Flächenerträge sollen in diesem Jahr mit 13 dt/ha um 3 dt/ha höher ausfallen. Die führenden Produzenten erzielten aber die Erträge von 14 bis 17 dt/ha auf unbewässerten und 21 bis 25 dt/ha auf bewässerten Flächen. Angesichts der "ziemlich attraktiven" Erzeugerpreise könnten die Anbauflächen von Soja in der Ukraine im kommenden Jahr deutlich aufgestockt werden, hieß es am Seminar.(pom)
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