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Die Ukraine soll 700.000 t Brotgetreide importieren, um den nationalen Bedarf bis zur neuen Ernte zu decken. Das bestätigte der Agrarminister des Landes, Iwan Kirilenko, gegenüber der Presse in Kiew. Gleichzeitig sprach sich Kirilenko gegen die Zollvergünstigungen für die Einfuhr von Brotgetreide aus, die von heimischen Getreidehandelsunternehmen gefordert wurden. Nach seiner Ansicht würden die Weizenimporte zu vollem Zoll bei der aktuellen Preislage am ukrainischen Getreidemarkt diesen nicht destabilisieren. Nach vorläufigen amtlichen Angaben fiel die nationale Erzeugung von Brotgetreide in der vergangenen Saison mit 11,7 Mio. t um 21,5 Prozent niedriger aus als im Jahr 1999. Dabei verringerte sich der Anteil von Brotweizen an der Gesamtproduktion von rund 60 Prozent auf 40 Prozent. Die derzeitigen Restbestände an Brotgetreide in den ukrainischen Bäckereibetrieben werden auf insgesamt 1,7 Mio. t geschätzt, was rund 70 Prozent des Bedarfs entspricht. (pom)
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