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Die ukrainische Regierung würde den Zollvergünstigungen für die Einfuhren von Rohzucker im Jahr 2001 zustimmen, sollte am Binnenmarkt ein Defizit an Zucker entstehen. Dies sagte der für die Agrar- und Ernährungswirtschaft zuständige stellvertretende Ministerpräsident des Landes, Michail Gladij, vor Journalisten in Kiew. Anlass war die Veröffentlichung einer offiziellen Schätzung, nach der bis zur neuen Ernte ein Einfuhrbedarf an 400.000 bis 450.000 t Rohzucker bestehen soll. Gladij stellte klar, dass die Erzeugung von Weißzucker aus heimischen Zuckerrüben zwar den Eigenbedarf der Ukraine vollständig decken könne. Nicht ausreichend sei diese jedoch für die Produktion von Süßwaren und insbesondere von Karamellbonbons, die aus der Ukraine in einer Menge von bis zu 400.000 t jährlich exportiert werden. Kiew führt Importvergünstigungen für Rohzucker bereits seit 1998 ein. Für das abgelaufene Jahr wurde ein Kontingent von 260.000 t festgelegt. (pom)
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