Ukrainische Exportquote kommt später

Die Ukraine wird frühestens kommende Woche über die Einführung von Exportquoten für Weizen und Gerste entscheiden. Der Beschluss war eigentlich für den heutigen Mittwoch angekündigt gewesen. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur AKP-Inform hat Sergej Melnik, stellvertretender Agrarminister in Kiew, am Mittwochmittag die Verschiebung bekannt gegeben. Noch gestern Abend hat Melniks Chef, der ukrainische Agrarminister Mykola Prysyazhnyuk, eine Begrenzung der Exporte auf 2,5 Mio. t Weizen und Gerste bis zum Jahresende angekündigt. Die Menge soll sich auf 1,5 Mio. t Weizen und 1,0 Mio. t Gerste aufteilen. Mais ist von der Quotierung ausgenommen.

Außerdem soll es eine Extraquote für 1,0 Mio. t Getreide geben, die bereits zu den Häfen verladen sind. Nach den bisherigen Plänen soll die Exportbegrenzung am 1. September in Kraft treten und bis Ende 2010 gelten.  Für den Beschluss steht jetzt die Kabinettssitzung am kommenden Mittwoch in Aussicht.

Seit Juli 2010 hat die Ukraine bereits 2,7 Mio. t Getreide exportiert, berichtet Black Sea Grain. Zusammen mit der Exportquote von 2,5 Mio. t und der Sonderzuteilung von 1,0 Mio. t für bereits kontrahierte Mengen errechnet sich eine Begrenzung bis Ende des Jahres auf 6,2 Mio. t Getreide. Im gesamten zurückliegenden Wirtschaftsjahr 2009/10 hat die Ukraine nach Angaben des Internationalen Getreiderates IGC insgesamt 21,0 Mio. t Getreide exportiert, darunter 9,3 Mio. t Weizen, 6,2 Mio. t Gerste und 5,3 Mio. t Mais.  (db)
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