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In der Ukraine gebe es derzeit keine Gründe für außerordentliche Importe von Getreide. Dies gelte auch für die administrative Preisregelung bei Getreide und bei Brot. Das machte der Ministerpräsident des Landes, Viktor Juschtschenko, klar. Auf einer agrarökonomischen Tagung in Kiew versicherte Juschtschenko, die vorhandenen Getreidevorräte dürften bis zur neuen Ernte ausreichen. Er gab zwar zu, dass die Brotpreise am Binnenmarkt im Laufe des vergangenen Jahres um mehr als 40 Prozent gestiegen waren. Dies begründete er aber mit der Notwendigkeit, die Finanzierung der Frühjahrsbestellung abzusichern nach der vollzogenen Umwandlung ehemaliger Kollektivbetriebe in Unternehmen neuer Rechts- und Organisationsformen. Im laufenden Jahr sei laut dem Regierungsvorsitzenden kein beträchtlicher Anstieg der Brotpreise zu erwarten. Mit rund 24,4 Mio. t hielt sich die ukrainische Getreideerzeugung 1999 und 2000 auf dem seit Jahrzehnten niedrigsten Niveau. (pom)
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