Ukrainische Landwirte säen Mais

In der Ukraine läuft die Neubestellung von Auswinterungsflächen auf vollen Touren. Günstiges Wetter begünstigt die Aussaat von Mais. Mittlerweile schätzt das Agrarministerium in Kiew die ausgewinterten Getreideflächen auf 1,7 Mio. ha. Das entspricht etwa 20 Prozent der im Herbst gesäten Flächen. Höher ist der Anteil mit 40 Prozent für Winterraps, von dem etwa 400.000 ha umgebrochen worden sind. Die größten Umbruchflächen werden nach Einschätzung des Agrarministeriums für Mais genutzt werden. Als Alternative säen Landwirte Sonnenblumen.

Weil umfangreich Winterweizen erfroren ist, hat die UN-Organisation FAO bereits die Prognose für die Ukraine deutlich nach unten gesetzt. Sie erwartet, dass die Weizenernte mit 14,0 Mio. t das Vorjahresergebnis um 37 Prozent verfehlen wird. Im März hatte die FAO nur ein Minus von 15 Prozent geschätzt. Ob die umfangreichere Maisaussaat das Futtergetreideangebot erhöht, lässt sich noch nicht abschätzen. In der Ukraine waren 2011 außergewöhnlich Maiserträge geerntet worden, die sich nicht zwangsläufig wiederholen müssen.

Für Raps sind die Ernteerwartungen 2012 nach den Auswinterungen gering. Bislang gehen alle Analysten von einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahresergebnis aus, das bereits enttäuscht hatte. Das Hamburger Handelshaus Toepfer International schätzt die ukrainische Rapsernte 2012 auf nur 1,0 Mio. t. (db)
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