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Die EU hat ihr Ultimatum für einen Einfuhrstopp von Rindfleisch aus den USA verschoben. Die Amerikaner sollen nun bis zum 15. Februar 2000 Zeit bekommen, um Rückstandskontrollen im Sinne der Europäer zu verbessern. Dies hat die EU-Kommission am Mittwoch im Ständigen Veterinärausschuss in Brüssel entschieden. Die EU beklagt Hormonrückstände im Rindfleisch, das angeblich nicht mit Masthormonen behandelt wurde. Außerdem würden die Amerikaner alle Fleischsorten und Innereien nicht unzureichend auf illegal eingesetzte Medikamente und auf Schwermetalle hin zu untersuchen. Das negative Ergebnis einer Inspektionsreise der EU im vergangenen Herbst hätte eigentlich zu einem Einfuhrverbot von US-amerikanischem Rindfleisch ab dem 15. Dezember 1999 führen müssen. Um keinen voreiligen Handelsstreit vom Zaun zu brechen, hat die Kommission das Ultimatum noch einmal um zwei Monate verlängert. Allerdings wurden dafür alle Fleischsorten, also neben Rindfleisch auch Pferdefleisch sowie Schweine- und Geflügelfleisch einbezogen. Den Beschluss fassten die EU-Mitgliedstaaten ohne Gegenstimme. (ED)
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