Bayern

Umsatzrückgang bei den Genossen


Die 2.334 Mitarbeiter der genossenschaftlichen Warenbetriebe erwirtschafteten im vergangenen Jahr 1,36 Mrd. €. Nach einer vorläufigen Auskunft des Genossenschaftsverbandes Bayern (GVB) ging allerdings der Umsatz der Unternehmen marktbedingt um etwa 3 Prozent zurück. Als Ursache nennt der GVB vor allem die sinkenden Preise für Getreide, Brenn- und Treibstoffe sowie Düngemittel. Im Freistaat gibt es noch 99 Raiffeisen-Warenbetriebe. Sie teilen sich auf in 67 Kreditgenossenschaften mit Warengeschäft und 32 Raiffeisen-Handelsbetriebe. Insgesamt betrieben sie ein Netz aus knapp 340 Standorten in Bayern.

Das auf die Region ausgerichtete Geschäftsmodell schütze auch die Genossenschaften nicht vor globalen Markteinflüssen. Um sich gegen die immer volatileren Preise abzusichern, habe der Warenhandel inzwischen Risikomanagementsysteme aufgebaut. So werden über Kontrakte bereits im Vorfeld Preisrahmen vereinbart, um die Umsätze verlässlich planen zu können, heißt es beim Verband. Zur Erhaltung der ländlichen Infrastruktur investierten die Warenbetriebe im vergangenen Jahr 15,7 Mio. €.  Wie der GVB weiter versichert, ist das Agrargeschäft noch immer die mit Abstand wichtigste Sparte. Doch erschließen sich die Betriebe neben den Landwirten verstärkt auch andere Zielgruppen wie Handwerker und Endverbraucher, die sie über den Baustoffhandel oder Warenmärkte bedienen. Über die Entwicklung der bayerischen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften im Jahre 2014 informiert der GVB am 15. April in München (HH)
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