Hamburger Hafen

Umsatzsprung durch Getreideexporte


Im Hafen Hamburg legt der Massengutumschlag in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 mit 23,6 Mio. t um rund 12 Prozent zu. Vor allem die hohen Getreideexporte haben mit 5,3 Mio. t im 1. Halbjahr 2015 dazu beigetragen. Das sind mehr als 20 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Blick auf den Hamburger Hafen.
-- , Foto: Getreide AG
Blick auf den Hamburger Hafen.
Aber auch der Umschlag mit Importen von Kohle und Erz kann sich mit 11,5 Mio. t sehen lassen.

Hingegen machen sich die rückläufigen Verladungen von Waren und Stückgütern nach Russland und China  bemerkbar. Der Containerumschlag bleibt mit 4,5 Mio. t unter dem starken Vorjahr zurück, heißt es im Halbjahresbericht der Hafen Hamburg Marketing. Ein großer Teil der China- und Russlandladung werde  im Transhipment via Hamburg vom großen Containerschiff auf Feederschiffe umgeschlagen. „Der gesamte Außenhandel Chinas ist im ersten Halbjahr 2015 deutlich um 6,9 Prozent geschrumpft", erläutert Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V.

Im Containerverkehr mit Russland sind neben den unverändert bestehenden Handelssanktionen auch Faktoren wie der schwache Rubel, der Ölpreisverfall und die wirtschaftliche Rezession Ursachen für den in Hamburg zu beobachtenden deutlichen Rückgang im Containerumschlag. „Für russische Importeure verteuern sich Waren aus dem Ausland. Die Konsum- und Investitionsbereitschaft in Russland lassen deutlich nach. Der IWF geht für dieses Jahr von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in Russland um 3,4 Prozent aus, ergänzt Vorstandskollege Ingo Egloff.

Erneut weist Egloff auf die Gefahr hin, dass das Gerangel um die umstrittene Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe zum Wettbewerbsnachteil gegenüber Antwerpen und Rotterdam werden könne. Für das Jahr 2015 rechnet die Marketingorganisation mit einem weiteren Anstieg beim Massengutumschlag und einem insgesamt leichten Container-Rückgang. (da)
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