Umschuldung der russischen Landwirtschaft kann 2001 beginnen

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In Russland kann im kommenden Jahr mit einer umfassenden Umschuldung der Landwirtschaftsbetriebe begonnen werden Das verkündete der stellvertretende Ministerpräsident und Landwirtschaftsminister Russlands, Alexej Gordejew, vor der Presse in Moskau. Wie zuvor bekannt gegeben wurde, dürften dem Agrarsektor umgerechent etwa 5,7 Mrd. DM Schulden erlassen und die Rückzahung von weiteren 4,1 Mrd. DM um bis zu zehn Jahre gestundet werden. Die gesamte Verschuldung der Agrarbetriebe wird auf 14,8 Mrd. DM geschätzt, wovon 11,8 Mrd. DM überfällige Verbindlichkeiten sind.
Gordejew zufolge werde finanzielle Entlastung der Agrarproduzenten den Weg für tatsächliche Reformen in der Branche frei machen und normales Wirtschaften denjenigen Unternehmen ermöglichen, die im Stande seien, ihre laufenden Verpflichtungen zu erfüllen. Zu dieser Gruppe gehören nach seiner Schätzung rund 40 Prozent sämtlicher heimischer Agrarbetriebe. Laut dem Vizepremier werde sich mit der Umschuldung konkreter Unternehmen ein Regierungsausschuss befassen. An dessen Arbeit sollen neben den Ministerien auch bedeutende Gläubiger der Landwirtschaft beteiligt werden wie etwa die Einheitlichen Elektrizitätssysteme Russlands sowie der monopolgestellte Erdgaslieferant Gasprom. (pom)
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