Das Landesumweltamt in Nordrhein-Westfalen (Lanuv) bestätigt einen Fehler im Ergebnis der Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Geflügelmast. An der Grundaussage der Untersuchung hält es aber fest. Die Behörde hat dem Agrarministerium in Düsseldorf den Abschlussbericht zur Antibiotika-Studie vorgelegt. Darin bestätigt es einen methodischen Zuordnungsfehler von Mastdurchgängen. Dieser habe dazu geführt, dass eine zu hohe Zahl von Masthühnern angesetzt wurde, die mit Antibiotika behandelt wurden. Nicht 96,4 Prozent der Tiere aus den untersuchten und zugeordneten Betrieben wurden mit Antibiotika behandelt, sondern 92,5 Prozent, teilte das Lanuv mit. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hatte im Februar dieses Jahres Kritik an den Ergebnissen der im November 2011 veröffentlichten Studie geäußert. Das nordrhein-westfälische Agrarministerium ordnete anschließend eine Überprüfung an.

An den grundsätzlichen Aussagen und dem massiven Einsatz von Antibiotika in der Tiermast ändert die Korrektur nach Ansicht von Lanuv-Präsident Dr. Heinrich Bottermann nichts. Auch Agrarminister Johannes Remmel fühlt sich bestätigt. Die Überprüfung des Landesamtes habe gezeigt, dass die grundsätzlichen Aussagen und die Trends der Studie Bestand haben. Remmel kündigte für kommendes Jahr zwei neue Untersuchungen zum Einsatz von Antibiotika bei Puten und Schweinen an. (az)
stats