Mastanlage

Umweltbehörde legt Veto ein


Der britische Schweineerzeuger Midland Pig Producers stößt auf ein weiteres Hindernis in seinen Plänen, in der ostenglischen Grafschaft Derbyshire eine Mastanlage für 24.500 Schweine mit angeschlossener Biogasanlage zu bauen. Nach der zuständigen Bezirksverwaltung South Derbyshire hat nun auch die Umweltbehörde ihr Veto gegen den Plan für die bislang größte Schweinemastanlage in England eingereicht. Die Umweltbehörde begründet ihre Ablehnung mit der Geruchsbelästigung, die der Betrieb der Mastanlage verursachen würde.

Midland Pig Producers gibt sich englischen Medienberichten zufolge noch nicht geschlagen. Die Ablehnung der Umweltbehörde bedeute nicht das Ende des Projekts, sondern würde lediglich „eine neue Phase“ der Planungen einläuten, wird ein Unternehmenssprecher zitiert. Gleichzeitig räumte der Sprecher aber ein, die Entscheidung würde sicherlich anderen Behörden Argumente liefern, das Vorhaben zu verbieten.

Gesundheit von Gefängnisinsassinnen gefährdet

Midland Pig Producers, nach eigenen Angaben einer der größten Schweinemäster auf der Insel, hat die Pläne für die Mastanlage in Foston in Derbyshire bereits 2011 bekannt gegeben. Der Betrieb auf einer geplanten Fläche von 30 ha würde unmittelbar an ein Frauengefängnis angrenzen. Gegner des Vorhabens hatten ihre Ablehnung auch mit Bedenken begründet, durch die Emissionen der Biogasanlage und des Mastbetriebs würde die Gesundheit der Gefängnisinsassinnen gefährdet. Im Sommer 2013 hatte der Bezirksrat in South Derbyshire sich bereits mehrheitlich gegen das Bauvorhaben ausgesprochen. Neben Gesundheitsbedenken hatte der Rat auch Belästigungen der Anwohner durch den Lieferverkehr ins Feld geführt.

Gegen die Pläne für die Anlage hatte sich auch medienwirksamer, durch Prominente gestützter Protest gebildet. Die Kritik hatte sich an Geruchsbelästigung, erhöhtem Verkehrsaufkommen und Lärm entzündet. Außerdem hatten die Gegner häufig auch in Sachen Tierwohl Bedenken angemeldet. (pio)
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