Umweltkommissarin gegen Zulassungsstopp transgener Organismen

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EU-Umweltkommissarin Margot Walström möchte nicht, dass die EU die Genehmigung von neuen gentechnisch veränderten Organismen (GVO) kategorisch verweigert. Die Industrie habe sich kooperativ gezeigt und sei freiwillig bereit, strengere Auflagen zu akzeptieren, erklärte die Kommissarin in dieser Woche in einem Gespräch mit der Financial Times. Daraus ließen sich praktische Wege für die Zulassung von GVO ebnen, bevor die reformierte Freisetzungsrichtlinie in Kraft treten wird. Die EU-Mitgliedstaaten sollten eine größere Offenheit an den Tag legen, wenn die Hersteller freiwillig kürzere Zulassungsperioden, ein Monitoring und die Kennzeichnung von GVO akzeptierten. Fünf Mitgliedstaaten der EU hatten sich im Juni 1999 für einen Zulassungsstopp ausgesprochen. In der Praxis laufen die Entscheidungsprozesse über GVO weiterhin sehr langsam. Erst am 3. März 2000 sollen die Mitgliedstaaten im Regelungsausschuss der Kommission in Brüssel über die Genehmigung von neuen GVO-Rapssorten abstimmen. (Mö)
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