Umweltministerium präsentiert Energiestrategie für 2020

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Erneuerbare Energien sollen 2020 mehr als ein Drittel des Stromverbrauchs in Deutschland decken. Dieses Ziel schreibt das Bundesumweltministerium (BMU) in seiner heute veröffentlichten „Roadmap Energiepolitik 2020“ fest. Rund 8 Prozent davon soll die Bioenergie leisten. Als Vision für das Jahr 2030 schwebt dem BMU vor, 50 Prozent des Strombedarfs aus heimischen erneuerbaren Energien zu decken. "Auch im Verkehrsbereich liegen noch große Potenziale. Mit Hilfe effizienterer Technologien, durch den Einsatz von nachhaltigen Biokraftstoffen und durch eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene lassen sich die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrsbereich bis 2020 um mindestens 20 Prozent reduzieren", sagte der Staatssekretär im BMU, Matthias Machnig, heute in Berlin. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt die Pläne. Allerdings könnten laut BEE die erneuerbaren Energien bis 2020 in allen Bereichen – Strom, Wärme und Kraftstoffe – deutlich schneller wachsen als vom BMU angenommen. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei, dass der gesetzlich verankerte Vorrang für erneuerbare Energien erhalten bleibe. „Es ist deshalb gut und wichtig, dass das Umweltministerium den aktuellen Bestrebungen, den Atomausstieg in Frage zu stellen, eine klare Absage erteilt“, sagte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann. Längere Laufzeiten für Kernkraftwerke seien nur unter Einschränkung des Vorrangs erneuerbarer Energien umsetzbar. (sta)
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