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Keine Annäherung gibt es zwischen der Futtermittelwirtschaft und Umweltverbänden beim Import von gentechnisch-veränderten (GV-) Futtermitteln. Ergebnislos endete das Treffen der Verbände unter Leitung von Gerd Lindemann, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) in der vergangenen Woche in Berlin. Die Umweltverbände bestehen auf eine Einhaltung der Nulltoleranz. Allenfalls bei den Regeln über den praktischen Umgang mit der Nulltoleranz zeigen sie sich gesprächsbereit. Diese werden von der Futtermittelwirtschaft mit Nachdruck eingefordert. Sie erwartet negative Folgen für die europäische Veredlungswirtschaft, falls die EU an ihrer restriktiven Politik festhalten sollte. Schon im Herbst könnte es zu Problemen beim Import von Sojabohnen aus den USA kommen, so die ISN, Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium will sich für eine „technische Lösung“ einsetzen. Die Untersuchungsmethoden für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der EU sollen vereinheitlicht werden. Zudem will das BMELV prüfen lassen, ob die Nachfragemacht der EU ausreiche, den Anbau von gentechnikfreien Futtermitteln auf der Welt maßgeblich zu beeinflussen. (ED)

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