K+S Oberweserpipeline

Umweltverbände halten Pläne für rechtswidrig

Die vom Düngemittelhersteller K+S beantragte Oberweserpipeline zur Entsorgung von Salzabwasser ist nach Ansicht mehrere Umweltverbände „rechtswidrig, unnötig und überdimensioniert“. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Werra-Weser-Anrainerkonferenz (WWA) und das „Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland“ eine Ablehnung der Pläne.

„K+S sollte die Planung der Oberweserpipeline aufgeben“, erklärt Jörg Nitsch (BUND) „Wann endlich wird das Unternehmen Entsorgungswege vorschlagen, die zu einer Verringerung und nicht nur zu einer Verlagerung von Umweltproblemen führen?“, fragt Dr. Walter Hölzel (WWA). Die Vereine kritisieren in ihrer gemeinsamen Stellungnahme, dass die Pipeline vor allem im Bereich des zwischen Werra und Fulda gelegenen Reinhardswaldes die Umwelt schädigen könnte. Die Verbände fordern von K+S eine Kaliproduktion, „bei der die Kriterien Vermeidung und Verwertung Priorität haben und bei dem die tatsächlich nicht mehr verwertbaren Massen vollständig in den ausgebeuteten Bergwerksstollen unter Tage eingelagert werden“. Die hierfür nötige Technik gebe es, deshalb sei die Oberweserpipeline unnötig.

Die als „Werra-Bypass“ bezeichnete Leitung sei zudem rechtswidrig, weil ihr Betrieb gegen das Verschlechterungsverbot der Wasserrahmenrichtlinie verstoßen würde. Aus Sicht der Verbände verschlechtert sie durch die Erhöhung des Salzgehaltes unterhalb der Einleitungsstelle die Gewässerqualität der Weser. (SB)
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