Unbefriedigendes Biodieselgeschäft bei Agravis

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Die beiden Beteiligungen der Agravis an den Biodiesel-Werken NEW in Marl und der Biodiesel Wittenberge GmbH haben sich unbefriedigend entwickelt, betonte Vorstandsprecher Dr. Clemens Große Frie heute auf der Bilanzpressekonferenz der Agravis Raiffeisen AG, Münster und Hannover. Das Tankstellengeschäft mit Biodiesel sei mittlerweile ein Auslaufmodell geworden. Für das Biodieselwerk in Marl, an dem Agravis eine 25prozentige Beteiligung hält, sei die Produktion für das laufende Jahr noch durch Kontrakte für die Beimischung abgesichert. In Wittenberge, wo Agravis und Cargill je 50 Prozent Anteile halten, wurde die Produktion schon reduziert und es gebe Überlegungen, dort auf die Produktion von Glycerin umzustellen. Wenn man im Ergebnis eine ‚schwarze Null’ erreiche, sei man schon zufrieden.

In Bülstringen sei der Bau einer Bioethanolanlage durch zwei Investoren weiter in Planung. Es sei aber ungewiss, wann die Anlage gebaut werde. Die Agravis werde sich nicht aktiv daran beteiligen und sich gegebenenfalls nur als Rohstofflieferant von 600.000 t Getreide einbinden lassen. (St)

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