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Die Verfütterung von Tiermehl müsse auch nach dem 30. Juni 2001 europaweit verboten bleiben, fordert der bayerische Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner. "Alle Aufweichungen oder Befristungen des Verbotes wären ein Rückschritt für die Verbrauchersicherheit", kritisierte der Minister die Haltung des ständigen Veterinärausschusses. Dort wird zurzeit diskutiert, das Tiermehl-Verfütterungsverbot von der BSE-Risikoeinstufung des jeweiligen Mitgliedsstaates abhängig zu machen. Dazu Sinner: "Eine unterschiedliche Handhabung des Tiermehlverbots innerhalb der EU ist weder praktikabel noch kontrollierbar und untergräbt alle Bemühungen im Kampf gegen BSE". Sei im Binnenmarkt Tiermehl als Futtermittel erst einmal wieder legal auf dem Markt, werde es auch seinen Weg in die Futtertröge von Wiederkäuern finden, befürchtet Sinner. (ED)
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