1

Etwa die Hälfte der Weizenfläche müssen die Landwirte in Thüringen noch ernten, lautet die Zwischenbilanz des Thüringische Bauernpräsidenten, Klaus Kliem, heute auf der Pressekonferenz in Buttelstedt bei Weimar. Sommergerste steht zu 45 Prozent auf den Äckern. Auf vereinzelten Schlägen ist auch Raps noch zu finden. Dagegen sind Wintergerste und Triticale komplett eingefahren. Landesweit fallen die Erträge auf Grund der uneinheitlichen Witterung sehr unterschiedlich aus. Gerade die hohen Ertragsschwankungen, teilweise innerhalb von Betriebsflächen, lassen derzeit nur eine ungenaue Aussage über Erträge zu, analysierte Kliem. Die Spanne bei Winterweizen läge zwischen 40 bis 80 dt/ha, bei Wintergerste zwischen 35 bis 80 dt/ha, für Sommergerste zwischen 35 bis 70 dt/ha und für Winterraps zwischen 13 bis 45 dt/ha.

Nachdem die Trockenheit im Juni und Juli die Ertragsmengen verringerte, fürchten Thüringens Landwirte nun durch die anhaltende Nässe um die Qualität des Getreides. Besonders die teilweise schlechten Fallzahlen bergen die Gefahr, dass der zu 80 Prozent in Thüringen in A- und E-Qualität angebaute Weizen als Futtergetreide verkauft werden muss. Für stark von Ertrags- und Qualitätsminderungen betroffene Landwirte fordert Kliem Hilfen von der EU, dem Bund und dem Land. Diese Betriebe brauchen bereits im September eine Abschlagszahlung auf die EU-Betriebsprämie, formuliert er das Anliegen der thüringischen Bauern.(sta)

stats