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In den Ländern der EU-25 besteht keine Einigkeit über die vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz vor der Vogelgrippe. Während in den Niederlanden bereits seit gestern Geflügel nicht mehr im Freien gehalten werden darf, sehen die Briten keine Gefahr, berichtet Agra Europe London heute. Daher plant Großbritannien bislang auch keine Schutzmaßnahmen. In Deutschland wird dagegen die Einleitung von Maßnahmen vorbereitet. Die Furcht vor einem Ausbruch der Krankheit ist in den Niederlanden am größten, weil dort im Jahr 2003 der Ausbruch einer Geflügelinfluenza zu großen Verlusten und wirtschaftlichen Schäden geführt hat. Die unterschiedlichen Einschätzungen der Länder werden sicher während eines für morgen in Brüssel angesetzten Treffens von Veterinärexperten der EU-25 Länder zu Tage treten.

Deutschland wird wahrscheinlich einen Vorschlag zur Stallhaltung ab Mitte September unterbreiten. Die Agrarexpertin der politischen Opposition in Deutschland, Gerda Hasselfeldt, dagegen hat sich für das Wirksamwerden der Schutzverordnung bereits ab der nächsten Woche ausgesprochen, bericht Agra Europe weiter. Auch Vertreter der Geflügelwirtschaft haben sich für eine frühere Einführung ausgesprochen. Der Vertreter des deutschen Bioland-Verbandes Verbandes befürwortet Ausnahmen von einer generellen Regelung zur vorgeschriebenen Stallhaltung. Ein Vertreter des ukrainischen Agrarministeriums appellierte an die Mitgliedstaaten, Ruhe zu bewahren. Es sei unwahrscheinlich, dass die Vogelgrippe die Berge des Ural überqueren werde. (ED)

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