Uneins über internationale Handelsregeln für GVO

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So schnell wird es wohl keine konkrete Regeln zur Information im weltweiten Handel mit gentechnisch veränderten Agrarprodukten geben. Die Teilnehmer der zweiten Konferenz der Vertragsstaaten des Cartagena-Protokolls zur Biologischen Sicherheit in Montreal haben sich nicht einigen können, in welcher Form und wie weit die Information gehen soll, berichtet Biosicherheit.de weiter. Besonders umstritten war beispielsweise die Frage, wie detailliert Exporteure ihre Abnehmer darüber informieren müssen, wenn Massengutlieferungen mit Agrarrohstoffen möglicherweise Bestandteile gentechnisch veränderter Organismen (GVO) enthalten. Dieser Punkt soll bei der nächsten Konferenz im März 2006 in Brasilien erneut auf der Tagesordnung stehen.

Das UN-Cartagena-Protokoll regelt den grenzüberschreitenden Handel mit GVO. Darunter fallen laut Biosicherheit.de Saatgut und unverarbeitete Agrarrohstoffe wie Mais, Raps oder Sojabohnen. Das Übereinkommen wurde im Jahr 2000 verabschiedet und ist im September 2003 in Kraft getreten. Gemäß dem Protokoll müssen alle international gehandelten GVO und Informationen über deren Sicherheitsbewertung in einer zentralen Registrierungsstelle, dem Biosafety Clearing House (BCH) eingetragen sein. Agrarexporteure müssen außerdem ihre Abnehmer darüber informieren, wenn Lieferungen GVO enthalten. Während die EU das Biosicherheits-Abkommen ratifiziert hat, gehören die USA nicht zu den Unterzeichnerstaaten. (AW)

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