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Die ungarische Tochter des börsennotierten österreichischen Zuckerkonzerns Agrana, Magyar Cukor, will ihren Umsatz im laufenden Geschäftsjahr (bis Februar 2005) um 4 Mrd. auf 20,8 Mrd. Forint (84,4 Mio. EUR) steigern. Der Umsatzanstieg sei durch die volle Ausnutzung der von der EU zugestandenen Produktionsquote von 400.000 t Zucker möglich gewesen, erklärte Generaldirektor Bela Fischer am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Budapest. Davon würden rund 37 Prozent auf Magyar Cukor entfallen, berichtet das Agrarische Informationszentrum (AIZ), Wien. In der diesjährigen Saison wurden in den beiden Zuckerfabriken in Petohaza und Kaposvar mehr als 1,1 Mio. t Zuckerrüben verarbeitet. Magyar Cukor kaufte 75 Prozent mehr Zuckerrüben von den Produzenten als im Vorjahr und bezahlte dafür einen um 26 Prozent höheren Preis, berichtet AIZ weiter. Laut Fischer hat sich der Wettbewerb auf dem ungarischen Zuckermarkt nach dem EU-Beitritt verschärft, wobei die billigen Importe aus Rumänien und Serbien eine bedeutende Rolle spielen. Auch aus dem EU-Binnenmarkt - insbesondere Polen - seien einige Tausend Tonnen Zucker nach Ungarn geliefert worden. Als Kompensation wolle Magyar Cukor im laufenden Geschäftsjahr 25.000 t Zucker exportieren, so Fischer. (ED)
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