Ungarische Landwirte auf der Straße

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Seit Montag demonstrieren ungarische Landwirte in Budapest, um die Regierung zu einer schnelleren Auszahlung von Subventionen zu drängen. Die Landwirte beklagen, dass sie bislang nur einen Teil der EU-Direktzahlungen erhalten hätten. Weiterhin kritisieren sie, dass die Getreideintervention in Ungarn versagt habe. Am morgigen Donnerstag wollen die Landwirte nach Informationen von Agra Europe London eine Petition an Ungarns Premierminister Ferenc Gyurcsany überreichen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Das ungarische Landwirtschaftsministerium erklärt dagegen, dass bis zum 15. Februar umgerechnet rund 950 Mio. € an EU-Direktzahlungen und nationalen Zuschlägen ausgezahlt worden seien und die restlichen 250 Mio. € bis zum 31. März bei den Landwirten eingegangen sein sollen. Die Verzögerungen bei der Auszahlungen sind nach Aussage des Ministeriums verursacht durch fehlerhafte Angaben in den Anträgen. Stichproben hätten eine Fehlerquote von 27 Prozent ergeben, vor allem bei den Angaben zu den Flächen. (db)
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