Eines der größten Fleischunternehmen in Ungarn, Gyulai Húskombinát, hat finanzielle Schwierigkeiten. Die Rohstoff- und Energiekosten belasten. Gyulai Húskombinát benötigt umgerechnet mindestens 3,6 Mio. € an Hilfe, so die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme, unter Berufung auf ungarische Medien.

Im vergangenen Jahr hat das „Zentrum für Fleisch und Wurstproduktion" des Landes den Angaben zufolge einen Verlust von 1,1 Mio. € eingefahren. Vor allem die Rohstoff- und Energiekosten drückten auf den Gewinn.

Der ungarische Schweinebestand ist in den vergangenen Jahren von 10 auf rund 4 Millionen Tiere gefallen. Seit 2004 ist Ungarn EU-Mitglied. Die hohen Auflagen, die die EU an die Schweinehaltung stellt, hätten viele kleine Schweinehalter aus der Produktion aussteigen lassen. Gyulai Húskombinát habe aus diesem Grund 60 Prozent seiner Rohstoffe teuer importieren müssen. (az)
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