Ungarn: Staatliche Hilfe für kleine Bioethanolerzeuger


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Die Errichtung kleiner Bioethanolanlagen, die mit lokalen Viehbetrieben kooperieren, will Ungarns Regierung finanziell unterstützen. Im kommenden Jahr sollen 60 bis 100 solcher Anlagen auf experimenteller Basis gebaut werden, erwartet der ungarische Landwirtschaftsminister Zoltan Gögös. Langfristig könnten solche Anlagen ein Drittel des Bedarfs decken, berichtet das Budapest Business Journal weiter. Von der Subventionierung großer Anlagen sieht die Regierung bislang ab, da es genug EU-Hilfen dafür gebe. Bislang planen Investoren Anlagen in Ungarn mit einer Gesamtkapazität von 1,5 Mio. t. Nach Schätzungen der Regierung ist aber nur die Hälfte der Menge realistisch.

Darüber hinaus habe sich der allgemeine Investitionsboom beruhigt, so Gögös. Die Investoren hätten ihren Enthusiasmus verloren auf Grund des gesunkenen Rohölpreises und dem Preisverfall für Industriealkohol. Darüber hinaus sei der Preis für Mais, der als Rohstoffquelle für die Ethanolerzeugung dient, so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr, da die Ernte der EU geringer ausgefallen ist. Derzeit werden in Ungarn rund 70.000 t Bioethanol erzeugt. Bis 2009/10 könnte sich diese Menge verzehnfachen. (AW)

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