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Die ungarischen Milchimporte sollen verschärft kontrolliert werden. Es wird erwartet, dass der Milchimport in Ungarn in diesem Jahr auf 400 Mio. Liter ansteigen wird und zukünftig ein Drittel der Rohmilcheinkäufe durch Importe gedeckt werden, berichtet Agra Europe London. Hierfür sind strengere Qualitätsprüfungen notwendig, so der ungarische Milchverband. Entgegengestezt dieser Prognosen, möchte der Verband die Milchimporte reduzieren, so dass der Anteil inländisch produzierter Milch im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) auf 80 Prozent ansteigt. Dennoch bevorzugt der LEH kostengünstigere Importe und nun planen die Milchproduzenten Demonstrationen, die sich gegen den LEH richten.

Nach mehreren Jahren der stetigen Milchproduktion ist diese nun um 14 Prozent gesunken, teilt die Landwirtschaftskammer in Ungarn mit. Ebenso ist die Exportrate um 3 Prozent gefallen. 2007 wurden 1,5 bis 1,6 Mrd. Liter Milch produziert und davon 300 Mio. Liter exportiert. Die Abnahmepreise für Milch lagen Anfang des Jahres noch bei rund 37 Cent pro Liter und sind im letzten Monat auf nur mehr 29 cent pro Liter gesunken. Die sinkenden Erzeugerpreise konnten teilweise durch die sinkeneden Futtermittelpreise kompensiert werden, die von 190 bis 260 €/t auf 75 €/t gesunken sind. (ED)

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