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Im Oktober 2006 hatte die EU-Kommission die Interventionskriterien für Mais verschärft. Ungarn hat dagegen vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) geklagt und Recht bekommen. Die Verschärfung sei zu spät beschlossen worden, urteilte der EuGH heute in Luxemburg. Die Landwirte hätten keine Möglichkeit mehr gehabt, das Hektolitergewicht der Körner kurz vor der Maisernte zu beeinflussen. Außerdem habe die Kommission nicht begründet, wie sie mit einem höheren Hektolitergewicht die Lagerfähigkeit von Mais verbessern wolle. Die verschärften Interventionskriterien werden deshalb vom Gerichtshof aufgehoben.

Die Kommission reagierte gelassen. Sie ist der Ansicht, das Urteil habe keine Auswirkung für die Wirtschaft. Wegen der günstigen Marktentwicklung seien in der Saison 2006/07 lediglich 12.000 t Mais angedient worden. Anschließend habe die Kommission rund 0,5 Mio. t Mais aus Altbeständen verkauft. Inzwischen wurde die Maisintervention begrenzt und ab 2009 auf Null gesetzt. (Mö)

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