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Kurz vor dem Jahreswechsel hat die Intervention in Deutschland rund 1,43 Mio. t Getreide erreicht. Bis zum Wochenanfang hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Frankfurt a. M. knapp 1,02 Mio. t Gerste und 410.000 t Weizen kontrahiert in der laufenden Kampagne 2004/05, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Fast 65 Prozent der gesamten Interventionsmengen in Deutschland entfallen auf Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Der Loko-Anteil liegt bundesweit bei 91 Prozent. Mit größeren Andienungsmengen rechnet die BLE im Frühjahr.

EU-weit wurden bis Ende November rund 4,1 Mio. t Getreide zur Intervention angeboten. Ganz vorne dabei ist Ungarn mit einer Angebotsmenge von 1,2 Mio. t Weizen, 890.000 t Gerste und rund 870.000 t Mais. Nach Angaben eines Kommissionssprechers wurden bisher in Ungarn noch keine Mengen übernommen. Frühestens nächste Woche soll damit begonnen werden. Schätzungen zufolge verfügt Ungarn über interventionsfähigen Lagerraum von rund 2,2 Mio. t. Ungarn verhandelt derzeit in Deutschland über zusätzlichen Lagerraum. Ein Antrag auf Umlagerung sei bei der EU-Kommission bislang noch nicht eingegangen. Tschechien liegt mit einer Angebotsmenge von rund 546.000 t Getreide im Mittelfeld. Die Interventionsmengen in Polen und Frankreich sind mit derzeit rund 103.000 t und 116.000 t fast zu vernachlässigen. Österreich meldet aktuell Andienungen über 83.000 t. (da)

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