Die Regierung in Budapest will sicherstellen, dass künftig nur einheimische Landwirte Agrarland kaufen dürfen. Wie Agra Europe London berichtet, hat das Parlament in der vergangenen Woche mit deutlicher Mehrheit einem entsprechenden Vorschlag zugestimmt, die Verfassung zu ändern. Ziel sei es, die Unabhängigkeit von kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben zu gewährleisten und die Sicherheit der Ungarn zu erhöhen, die von der Landwirtschaft leben, sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban.

Dem Bericht zufolge begibt sich Ungarn mit diesem Vorgehen auf Konfrontationskurs zur EU. Mit dieser hat das Land ein Auslaufen von Restriktionen am Bodenmarkt bis zum Jahr 2014 vereinbart. Die Regierung in Budapest befürchtet aber, dass ausländische Investoren nach diesem Zeitpunkt in großem Stil Ackerland erwerben könnten. (sch)

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