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Ungarns Agrarwirtschaft ist wieder der wichtigste Wirtschaftszweig in der Ökonomie des Landes. Die Exporte von Agrargütern wuchsen 2003 auf 3,20 Mrd. US-$ um 19,9 Prozent an, die Importe nahmen um 28,7 Prozent auf 1,68 Mrd. US-$ zu, berichtet Agra Europe London. Fleisch zählt mit einem Anteil von 19 Prozent zu den wichtigsten Exportgütern des Landes, gefolgt von Getreideausfuhren. Die Weizenexporte steigen 2003 um 6 Prozent auf 1,23 Mio. t an, rund die Hälfte davon wurde nach Rumänien geliefert. An Mais wurde im vergangenen Jahr mit nur 1,3 Mio. t allerdings 40 Prozent weniger ausgeführt. Die Ausfuhren an Sonnenblumensaat nahmen um 50 Prozent auf 147 Mio. US-$ zu. Deutliche Zunahmen von 35 Prozent wurden auch auf dem lukrativen Saatgutsektor verzeichnet.

Über die Hälfte des gesamten Agrargüterhandels wird mit der EU abgewickelt. In der EU gehört Deutschland zu den wichtigsten Handelspartnern. Im vergangenen Jahr exportierte Ungarn Waren im Wert von 569 Mio. US-$ nach Deutschland, das entspricht einem Drittel der Exporte in EU-Mitgliedstaaten. Auf dem zweiten Platz steht Österreich, gefolgt von Italien. Darüber hinaus sind auch die Exporte in die Freihandelszone der Cefta-Länder um 30 Prozent gewachsen.

Auch die Importe von Agrargütern sind mit 28,7 Prozent deutlich angewachsen und haben sich seit 1992 mehr als verdoppelt. Die wichtigsten Importgüter sind Verarbeitungsprodukte und Tierfutter. Sie machen fast ein Viertel der gesamten Importe aus. Deutlich angestiegen sind die Importe von Milch, die überwiegend aus Deutschland und der Slowakei geliefert wird, und die Einfuhren von Kartoffeln, heißt es weiter. (AW)

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