Ungarns Agrarminister muss Hut nehmen

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Das Fiasko am ungarischen Getreidemarkt hat personelle Konsequenzen. Imre Nemeth, seit Mai 2002 Landwirtschaftsminister in Budapest, ist Anfang dieser Woche durch Jozsef Graf abgelöst worden. "Ungarn braucht jetzt einen Agrarmanager und weniger einen Agrarpolitiker", begründete Premierminister Ferenc Gyurcsany laut Presseberichten die Entscheidung. Er würdigte zwar Nemeths Erfolg in der Vorbereitungszeit des EU-Beitritts Ungarns. Jetzt gelte es aber, die Gewährung der EU-Direktzahlungen und die Getreideintervention besser zu organisieren.

Vor allem die Getreideintervention ist in Ungarn ein riesiges Problem, weil Lagerkapazitäten fehlen. In dieser Woche hat es sogar Überlegungen in der ungarischen Regierung gegeben, militärische Einrichtungen und Bahnhofsgebäude für die Getreidelagerung zu nutzen, berichtet Agra Europe London. (db)

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