Ungeklärtes Lanndeigentum führt in Russland zu ausgedehnten Brachflächen

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Mehr als 40 Mio. ha landwirtschaftliche Nutzfläche dürften in Russland derzeit brachliegen. Das sind rund ein Fünftel der gesamten Nutzfläche. Grund hierfür seien die ungeklärten Eigentumsverhältnisse auf dem Land, berichtet Agra Europe London. Nach Pyotr Loiko vom staatlichen Komitee für Landpolitik sollten Banken in einer gemeinsamen Anstrengung das Land als Hypothek für Kredite anerkennen. Dies würde die Nutzung des brachliegenden Landes erhöhen. Ausserdem könnte eine Taxation der Flächen Fortschritte bringen. Nur rund 106 000 ha wechselten 1998 in Russland den Eigentümer. Der Verkauf des Landes brachte den öffentlichen Haushalten rund 890 Mio. Rubel ein. Dagegen zahlten die russischen Landwirte insgesamt 4,1 Mio. Rubel an Pacht. (ts)
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