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Immer noch Ungewissheit besteht über die in einer Schweinehaltung im thüringischen Niederzimmern aufgetretene Erkrankung von mehreren Tieren. Vier Läufer sind bereits verendet, die Krankheitssymptome entsprechen laut Amtstierarzt Dr. Klaus Peterlein aber nicht denen von Maul- und Klauenseuche. Das Untersuchungsergebnis für die nach Tübingen gebrachten Proben wird morgen erwartet. Die Verwaltungsgemeinschaft "Grammetal", in deren Bereich Niederzimmern liegt, beschäftigte sich bereits mit dem Quarantäne-Maßnahmenplan von Behörden und Polizei.

Der betroffene Betrieb der Ferkelproduktion Minden-Schaumburg GmbH aus dem niedersächsischen Hafen Wiehagen hält nach Angabe der Thüringer Allgemeinen insgesamt 9.200 Tiere. Die Anlage wurde vor 18 Monaten von der GmbH übernommen. Nach Aussage des Amtstierarztes wurden zumindest seit Oktober 2000 keine Fremdtiere mehr angekauft, allerdings jede Menge an andere Orte Deutschlands ausgeliefert. So erhielten mehrere Betriebe in unterschiedlichen Bundesländern Mastläufer aus Niederzimmern. Die Prüfungen dazu konzentrieren sich auf die Auslieferungen seit dem 1.März 2001. Bereits heute sollen alle in Frage kommenden Abnehmer bekannt sein. (Bm)
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