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Bis 2010 beabsichtigt die Europäische Union, die Produktion von Biodiesel auf rund 8 Mio. t pro Jahr zu steigern. Pro Tonne Biodiesel fallen jedoch 100 Kilogramm Glycerin an. An der Universität Dortmund haben sich Wissenschaftler Gedanken gemacht, wie diese 800.000 t Glycerin künftig verwertet werden können. Der gesamte Weltjahresbedarf beläuft sich aktuell nämlich nur auf rund 500.000 t. Die traditionellen Anwendungsgebiete in der Kosmetik-, Nahrungs-, Genussmittel- und Pharmaindustrie sind bereits weitgehend ausgeschöpft. Da auch Entsorgung oder Endlagerung keine Alternative darstellen, stellt sich die Frage: Wohin mit dem Rohstoff Glycerin? Am Fachbereich Bio- und Chemieingenieurwesen der Universität Dortmund sucht ein Wissenschaftlerteam um Prof. Arno Behr nach Alternativen für eine wirtschaftliche Verwertung dieser immensen Glycerinmengen. Unterstützt vom Bundeslandwirtschaftsministerium und dem Industriepartner Cognis Oleochemicals wollen die Forscher Verfahren erarbeiten, mit denen für den Rohstoff neue Einsatzgebiete erschlossen werden können. (ED)
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