Wildschaden

Unmut über Drückjagd im Nordosten

Peta erklärte gegen die am vergangenen Wochenende stattgefundene Jagd in Bentzin und deren Verantwortliche Anzeige erstattet zu haben und beruft sich dabei auf § 17 Tierschutzgesetz, das die Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund ahndet. An der Drückjagd nahmen auch viele Landwirte teil. Nach Darstellung von Teilnehmern sei die Jagd waidgerecht und unter Beachtung aller gesetzlichen Vorschriften durchgeführt worden. Landwirtschaftliche Betriebe begrüßen die Jagd auf Schwarzwild. Denn die Tiere richten großen Schaden auf den Feldern an. Die unmittelbar angrenzenden Renaturierungsgebiete im Raum Bentzin bedingen einen hohen Schwarzwildbestand. Trotz der Anstrengungen der Jäger treten jedes Jahr Wildschäden im 5-stelligen Bereich auf, berichtet der Landesbauernverband.

Einkommensverluste für Landwirte

In den großflächig vorhandenen Schilfflächen entlang der Peene im Bereich Jarmen / Loitz findet Schwarzwild gute Lebensbedingungen. Wegen des letzten milden Winters vermehrt sich das Schwarzwild bis zu 350 Prozent im Jahr. Drück- und Stöberjagden seien nach Darstellung des Berufstandes eine schonende Jagdmethode. Die Landwirte sind über die Anzeige von Peta empört. Die konkreten Umstände der jeweiligen Jagd oder mehr als 100 Wildunfälle in den vergangenen Monaten spielten für Peta keine Rolle. Der Bauernverband stellt den Gemeinnützigkeitsstatus der Organisation in Frage. Er beantragt eine Überprüfung durch die zuständige Finanzbehörde in Stuttgart. (da)
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